Vor der Errichtung eines Bauwerkes gilt es in jeder Branche den Untergrund eingehend zu prüfen (z.B. indem ein leichtes Fallgewichtsgerät eingesetzt wird).Bei dieser Prüfung kann ein Light Weight Deflectometer behilflich sein. Dabei muss hinsichtlich der Fundamentierung die Tragfähigkeit des Untergrunds gewährleistet sein. Art und Umfang der Baugrunduntersuchungen richten sich dabei nach den erwarteten Verhältnissen und ist von professionellem Sachverständigungspersonal zu bestimmen.
Zudem muss auch das Grundwasser bei Bodenuntersuchungen im Zuge von Bauvorhaben berücksichtigt werden. Dabei ist dessen Stand und seine Schwankungen zu messen und in der Bauplanung zu berücksichtigen.

Gemäß der DIN 4020 unterscheidet man zwischen einfachen Bauwerken auf ebenem und tragfähigen Grund, die keine Beeinflussung des Grundwassers oder der Umgebung gewährleisten und schwierige Bauvorhaben mit komplizierteren Konstruktionen, deren Baugrundverhältnisse im Bereich der Geotechnik weitergehende Kenntnisse erfordern. In der Norm sind außerdem auch Bauvorhaben festgelegt, die keiner der beiden Kategorien entsprechen.

Prüfungsverfahren zur Baugrunduntersuchung

Hinsichtlich der Tragfähigkeit des Bodens kann je nach Baustelle ein statischer oder ein dynamischer Lastplattendruckversuch durchgeführt werden. Die Ergebnisse treffen dabei Aussagen über die Verformbarkeit, Dichte und Tragfähigkeit des Bodens. Beide Verfahren sind schnell und effizient durchzuführen, wobei jedoch der statische Versuch die präzisere Variante mit der höchsten Wiederholgenauigkeit ist.

Die Bodenschichtung an sich kann anhand eines Schurfes erkannt werden. Dies bietet auch gleichzeitig die Möglichkeit für detailliertere Informationen zur Zusammensetzung des Untergrunds Laborproben zu entnehmen. Dadurch kann außerdem der aktuelle Grundwasserstand im Boden gemessen werden. Für Tiefen ab sechs Meter eignen sich außerdem Bohrungen.

Zudem können Bausachverständige aus Sondierergebnissen und Kenntnissen der regionalen Geologie zulässige Belastungen des Untergrundes rechnerisch ermitteln. Typische Werte für die Baugrunduntersuchung sind in der DIN 1054 vorgegeben.